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NACHHALTIGKEIT

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Magazin NACHHALTIGKEIT

Nachhaltiger leben, das wollen viele. Doch was kann jeder Einzelne für mehr ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit tun?

Wir stellen Ihnen kreative und engagierte Menschen vor, die mit ihren Projekten unsere Welt ein Stück nachhaltiger machen – sei es auf dem Bauernhof, im Labor, im Supermarkt oder auf einem alten Bahnhofsgelände.

Lernen Sie ihre Geschichten kennen!
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Die Geschichten

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WARUM NACHHALTIGKEIT EXISTENZIELL IST
Christof Bosch im Interview

PLANEN FÜR DIE UNGEWISSE ZUKUNFT
Ein Gespräch über die nachhaltige Stadt von morgen

EIN MITTEL GEGEN POPULISMUS
Essay von Ottmar Edenhofer

BILDUNG FÜR MORGEN
Eine Initiative stärkt Schulen und Lehrer in Ländern südlich der Sahara


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AUS EINER HAND

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Die Zahl älterer Menschen steigt. Viele benötigen ärztliche Behandlung. Vor allem auf dem Land aber fehlt es an Ärzten.
Die Robert Bosch Stiftung unterstützt modellhafte Gesundheitszentren, die eine nachhaltige medizinische Versorgung gewährleisten sollen.

Mehr zum Projekt auf www.bosch-stiftung.de/port
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Wer hier zur Schule geht, ist nicht nur begabt, sondern fiel auch durch hohes Engagement und kluge Fragen an die Welt auf. Besonderer Schwerpunkt in Freiburg zudem: Nachhaltigkeit...
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"Environmental Systems and Societies", kurz ESS, ist eine Kombination aus Natur- und Sozialwissenschaft, in der sich die Schüler mit technischen und gesellschaftlichen Fragen des Umweltschutzes auseinandersetzen. Sie sollen Szenarien für den Umgang mit dem Klimawandel entwickeln.

Imelda aus Benin zeigt ihren Mitschülern aus aller Welt einen Film: Ihre Heimatstadt Cotonou unter Wasser, sie selbst watete durch die nassen Massen, lag danach drei Wochen im Krankenhaus.
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Tobias Kellner ist Nachhaltigkeitsbeauftragter des UWC.

"Nachhaltigkeit ist ein abstraktes Konzept", sagt er. "Wir werden nie zu einer nachhaltigen Gesellschaft, wenn die Menschen sich von der Natur entfremden."

Zusammenhänge verstehen, Größenordnungen erkennen – das sind die Lernziele am Freiburger UWC.
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Neue UWC-Schüler besuchen gleich in der ersten Schulwoche den ehemaligen Klostergarten, ein 2.000-Quadratmeter-Paradies, das die Mönche schon vor 500 Jahren bewirtschafteten.

Nachhaltigkeitsbeauftragter Kellner fragt die Schüler dann gern, wie viele Menschen dieses Fleckchen Erde wohl ernähren kann. Alle 200 Schüler? Die meisten denken, ja. "Nein", erklärt er dann, "das reicht maximal für zwei Familien."
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Im "Creativity Activity Service"-Programm überwachen Schüler im selbst gebauten Gewächshaustunnel das Wachsen der Mangoldpflanzen mit Sensoren.

In einem schulinternen Wettbewerb geht es darum, welches Schülerhaus am sorgfältigsten mit Energie umgeht.

In der Mensa des UWC gibt es zwei fleischfreie Tage pro Woche.
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Bayu aus Indonesien hatte schon immer ein Faible für Umweltthemen: "Wenn wir die globale Erwärmung unter 1,5 Grad Celsius halten wollen, dürfen wir nicht mehr als zwei Tonnen CO₂ pro Kopf und Jahr in die Atmosphäre blasen." Das ist etwa so viel, wie sein 14-Stunden-Heimflug nach Indonesien kosten würde.

Da beschloss er, die Rückreise ans UWC über Land anzutreten: 15.000 Kilometer, 24 Tage, um von Jakarta nach Freiburg zu kommen. In seinem Blog nennt er das "Urban Nomadizing".

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"In Geografie geht es immer wieder hoch her", sagt Cecilia aus dem Südsudan. "Worüber reden die denn?", fragen sie und ihre afrikanischen Mitschüler, wenn ihre westlichen Mitschüler Ideen für Nachhaltigkeit präsentieren. Strom aus Solarzellen? "Wir haben viel Sonne, aber kein Geld für Solarpaneele."

Im Südsudan herrschen Bürgerkrieg und Hunger. "Nachhaltigkeit passt einfach nicht zu dieser Realität. Die Leute kämpfen ums Überleben, sie brauchen Frieden, keine Nachhaltigkeit."

Um zuhause von ihrem neuen Wissen zu erzählen, muss Cecilia kreativ werden, denn für "Klimawandel", "Treibhauseffekt" oder "Nachhaltigkeit" gibt es in ihrer Sprache gar keine Wörter.

Mehr zur Schule auf www.uwcrobertboschcollege.de
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Wenn andere die Nase rümpfen, schaut die Umwelttechnik-Ingenieurin Sherien Elagroudy genauer hin. Sie ist die erste Ägypterin, die über die Weiterverarbeitung von Abfall promoviert hat.

Das war vor 16 Jahren. Jetzt trägt sie als Fellow des globalen Wissenschaftforums "Next Einstein Forum" (NEF) ihre Überzeugung vom Wert des Mülls in die Welt: "Ich will, dass die Menschen umdenken."
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Die 41-jährige Professorin hat den Betreibern der Mülldeponie gezeigt, wie sie das Plastik extrahieren, wie es immer weiter zerkleinert wird und in der Sonne trocknet, und schließlich zu großen Ballen gepresst als Brennstoff verkauft werden kann.

Täglich zwei Tonnen Müll werden nicht mehr nur deponiert, sondern zu Brennstoff und Kompost verarbeitet.

Würde der Staat die Kohle nicht so stark subventionieren, wäre der nachhaltigere Müllbrennstoff noch stärker gefragt. Aber "die Regierung rechnet nicht mit ein, wie stark wir durch die Wiederverwertung die Umwelt schützen," sagt Elagroudy.
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60.000 Menschen

leben als Müllsucher in Kairo: Sie bescheren dem Land eine rekordverdächtige Recyclingquote und verdienen so ihren Lebensunterhalt.

60%

des Mülls in Ägypten werden eingesammelt, der Großteil davon landet auf Mülldeponien oder wilden Müllplätzen, ohne weiterverwertet zu werden.

22 Millionen Tonnen

häuslicher Abfall entstehen in Ägypten pro Jahr, jedes Jahr wächst diese Menge um rund drei Prozent.

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Mindestens ebenso groß wie die technische Herausforderung ist jene, die Menschen von der Aufbereitung des Mülls zu überzeugen. Aber Sherien Elagroudy wird auch das schaffen.

Sie hat die höchste Fördersumme eingeworben, die je in Ägypten vergeben wurde: 14 Millionen ägyptische Pfund für ein Exzellenzzentrum:

"Auf drei Stockwerken werden die Studenten Müll untersuchen und die Weiterverarbeitung verbessern", schwärmt sie. "Wir werden eine ganz neue Generation junger Menschen heranziehen mit einem besonderen Bewusstsein für die Müllproblematik."

Mehr zum Next Einstein Forum auf www.bosch-stiftung.de/nexteinsteinforum
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Mit einer Freundin kochte Glimbowski oft und gerne, doch jedes Mal ärgerten sich beide über den Plastikmüll, der haufenweise anfiel.

2012 beschlossen sie etwas zu ändern. Sie schrieben einen Businessplan und sammelten per Crowdfunding 110.000 Euro Startkapital ein.
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Heute bringen in Milena Glimbowskis Laden die Kunden eigene Behälter, Gläser und Jutebeutel mit oder leihen sich welche, füllen ab, was und wieviel sie wollen und bezahlen nach Gewicht.

Neben dem eingesparten Verpackungsmüll hat das den zusätzlichen Effekt, dass sie keine vorgegebenen Mengen kaufen müssen und weniger Lebensmittel wegschmeißen.
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Ein Jahr nach Eröffnung verließ Glimbowksis Partnerin das Unternehmen und Glimbowski musste feststellen, wie schwer es ist, einen Einzelhandel zu führen. Noch dazu einen, in dem möglichst kein Müll anfallen und alles ökologisch sein sollte.

Sie stand hinterm Tresen, führte Buch, gab Bestellungen auf, recherchierte Produzenten, sechs Tage die Woche.
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Der "ChangemakerXChange" Austausch kam für Milena Glimbowski genau zur richtigen Zeit.

Das Programm bringt junge soziale Innovatoren aus Europa, der Türkei, Nordafrika und Asien zusammen. Sie alle arbeiten an innovativen Lösungen für soziale, ökologische oder gesellschaftliche Probleme in ihrem Umfeld. Bei Treffen entwickeln sie ihre Initiativen und Geschäftsmodelle weiter.

"Zu sehen, dass es Leute in meinem Alter gibt, die ähnlich ticken, die gleichen Werte vertreten und schon etwas gerockt haben, hat mich beeindruckt und motiviert", sagt Glimbowski.
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Aus ihrem kleinen "Original Unverpackt"-Laden ist eine Marke geworden. Nachahmer gibt es in Deutschland Dutzende, einen sogar in Brasilien.

Mittlerweile ist Milena Glimbowski nur noch selten in ihrem Laden, ein Filialleiter regelt das tägliche Geschäft. Sie entwickelt inzwischen neue Ideen für ihr Hauptanliegen: Die Vermeidung von Müll und das verpackungsfreie Einkaufen.

Mehr zum Projekt www.changemakerxchange.com
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Auf dem Biohof von Bauer Witt am Stadtrand von Offenburg haben die Schüler Dennis, Justin, Yannik und Shane eine Aufgabe, die zunächst scheinbar wenig mit der Kohle zu tun hat: Sie sollen Bodenproben nehmen.

Shane dreht den Erdbohrstock in den Untergrund. Dennis geht ihm mit beherztem Riesenhammerschwung zur Hand. Yannik kratzt die Erdprobe und einen halben Regenwurm aus dem Bohrstock. Justin protokolliert das Ergebnis in einer Liste.
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"Proben vom Acker zu nehmen und selbst zu messen, wie sauer der Boden ist, wie viel Wasser er aufnehmen kann – das ist viel spannender als normaler Unterricht."
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Stroh, Heu, Gemüseabfälle - das ist das nötige Substrat, das die Schüler auf dem Bauernhof sammeln. Aus dieser Biomasse wird die Biokohle hergestellt.
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"Biokohle herzustellen bedeutet ganz schön viel Handarbeit. Wir sind ja viele Schüler. Aber wie will ein Bauer das allein machen?"
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In einem Stahlkessel brennen Stroh und Co lichterloh. So scheint es. Aber so ist es nicht.

Weil die Schüler ununterbrochen weiteres Stroh und Heu, weitere Pflanzenreste draufschichten, fehlt der Biomasse zum Brennen der Sauerstoff. Was brennt, ist lediglich das aus ihr entweichende Gas.

Was zurückbleibt, ist stabiler Kohlenstoff.
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"Ich bin überrascht, wie viel Arbeit Biolandwirtschaft macht. Aber eine gesündere Lebensweise ist es wert."
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Im Labor angekommen untersuchen die Schüler ihre Bodenproben und die eigens hergestellte Biokohle.

In der 200-fachen Vergrößerung können sie das verkohlte Holzskelett der Biokohle erkennen. Auf kaum vorstellbare 300 Quadratmeter Oberfläche kommt ein einziges Gramm Biokohle. Viel Platz für Wasser und Nährstoffe, Mikroorganismen und Schwermetalle.
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Biokohle vermag, einem Schwamm gleich, Wasser und Nährstoffe zu speichern und mit der Zeit dosiert abzugeben. Auch lockert sie den Boden auf. Selbst giftige Schwermetalle wie Cadmium, Chrom oder Kupfer kann sie binden und so von der Nahrungskette fernhalten

Mit diesen Eigenschaften tut die Biokohle nicht nur dem Boden, sondern auch dem Klima gut.

Der Kohlenstoff, der etwa im Heu enthalten ist, würde, wenn man es verfüttert oder kompostiert, durch Verdauung oder Verrottung rasch als CO₂ in die Luft gelangen. Bei der Verkohlung dagegen wird der Kohlenstoff langfristig gebunden und der Atmosphäre entzogen.


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"Wenn wir nachhaltig leben wollen, müssen wir auch den Treibhauseffekt eindämmen. Ich habe nicht gewusst, dass Biokohle einen Beitrag dazu leisten kann."
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Naturwissenschaft kann spannend sein, zudem höchst relevant für unseren Alltag und unsere Umwelt: Es ist eines der Ziele von "Our Common Future", genau diese Erfahrung zu vermitteln.

Die Kooperation soll nachhaltig Eindruck machen. Damit sich mehr Schüler dafür begeistern, nach dem Abitur den Weg in die Naturwissenschaften einzuschlagen – und so, in einem zweiten Schritt, einen Beitrag dazu leisten, dass unsere Wirtschafts- und Lebensweise nachhaltiger wird.
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"Nachhaltigkeit bedeutet, dass die Welt für die nächste Generation besser wird – nicht schlechter zumindest. Darum finde ich gut, dass Herr Witt Biolandbau macht. Das könnten ruhig mehr tun!"

Mehr zum Projekt auf www.bosch-stiftung.de/ourcommonfuture
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Seit der Wende hat ein Drittel der Einwohner Anklam verlassen. Heute leben in der Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern 13.000 Menschen.

Es gehen die Jungen, die Frauen, die gut Ausgebildeten. Das nagt an der Zivilgesellschaft im ländlichen Raum und reißt Löcher, die häufig rechtskonservative und rechtsextreme Netzwerke füllen.

Bei der Landtagswahl im vergangenen September wählten 26,2 Prozent der Anklamer die AfD. 9,3 Prozent entfielen auf die NPD.
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Seit 2014 mieten Pfadfinder das alte Bahnhofsgebäude in Anklam und sie haben eine Mission: Das Haus ist ein Treffpunkt für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.
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Im Demokratiebahnhof kommen sie alle zusammen: Gymnasiasten und  Förderschüler. Kinder, deren Eltern die NPD wählen. Kinder, deren Eltern die Grünen wählen. Und syrische Geflüchtete.
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Es gibt einen Garten, eine Fahrradwerkstatt und einen Band-Proberaum. Wöchentlich wird gemeinsam gekocht, es gibt Vorträge, Musik- und Diskussionsabende. Pfadfinder kann man natürlich auch werden.
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Es gibt keinen hauptamtlichen Verwalter, nur selbstorganisiertes Engagement und Mitbestimmung, alles ehrenamtlich.

Die Robert Bosch Stiftung fördert im Programm Neulandgewinner Veranstaltungen des Projektteams. Das Programm unterstützt Menschen, die die Lebensqualität im ländlichen Raum stärken...
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...Menschen wie Puk. Sie arbeitet seit letztem September im Demokratiebahnhof. "Damit wollen wir Anklam lebenswerter machen", sagt sie. "Die Leute bringen sich ein. Das lädt zum Bleiben ein."

Sie selbst überlegt zum Studium aus Anklam wegzuziehen. "Dann aber komme ich wieder zurück. Hier kann man so viel bewirken."
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Auch der 19-jährige Muhammad will hier wohnen bleiben. Der Syrer ist seit 19 Monaten in Deutschland, 17 davon in Anklam.

Klar, es gebe die Rechten, "viele zeigen mir mit ihrem Gesichtsausdruck, dass sie Abstand wahren wollen. Für mich aber ist das eine Art Mission. Die Leute wissen so wenig über uns. Ich zeige ihnen, dass wir gute Menschen sein können. Die lernen dazu. Heute grüßt man mich auf der Straße, auch ein paar Rechte."

Seine Mission heißt Lächeln, das ist sein eigener Beitrag zum Zusammenleben in Anklam.

Mehr zum Projekt auf www.neulandgewinner.de
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ZURÜCK ZU DEN WURZELN

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"Man hat nicht bedacht, dass die neuen Nutzpflanzen für gute Böden und Düngeeinsatz gezüchtet wurden und nicht für die trockenen und nährstoffarmen Äcker in Subsahara-Afrika", erklärt die 34-jährige Geoökologin und Biochemikerin.

"Viele Pflanzen, die in der Subsahara heimisch sind, haben Strategien entwickelt, um auf besonders trockenen und nährstoffarmen Böden zu gedeihen." Dippold hat sich verschiedene Böden aus Afrika nach Göttingen schicken lassen und alte Sorten gesät, um deren Fähigkeiten zu untersuchen.
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– Davon ist Michaela Dippold überzeugt. Deshalb liegt ihr Forschungsfokus auf der Rhizospähre, der zwei bis drei Millimeter dicken Erdschicht direkt an der Pflanzenwurzel. Dort tauschen Pflanzen ihre Kohlenstoffe gegen Nährstoffe.  

"In der Rhizosphäre geht die Post ab. Hier entscheidet sich, wie gut eine Pflanze gedeiht", sagt die Forscherin.
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In den Laboren und Klimakammern der Göttinger Universität untersucht die Wissenschaftlerin, ob es möglich ist, Hochertragssorten zu züchten, die über die Anpassungsmechanismen der alten Sorten verfügen.

Sie hat bereits eine Ahnung. "Es gibt Hinweise, dass Pflanzen die Wasseraufnahme massiv verbessern können, indem sie Mucilage ausscheiden, eine Art Gel." Außerdem vermutet die Forscherin, dass Pilzgeflechte die alten Sorten mit Phosphor versorgen. Das gilt es nun herauszufinden und zu beweisen.
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Nach den Untersuchungen in den Klimakammern wird Dippold ihre Ergebnisse auf Feldern im Sudan und anderen Ländern Afrikas überprüfen.

Bestätigen sich diese, steht die nächste Aufgabe an: Dann müssen günstige Schnelltests für neue Kreuzungen entwickelt werden, die hoffentlich die nötigen Überlebensstrategien draufhaben – und hohe Erträge liefern.

Denn die stark wachsende Bevölkerung Afrikas braucht dringend wesentlich mehr Getreide, als sie momentan erwirtschaften kann, um den Hunger zu besiegen.
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Mehr zur Juniorprofessur auf www.bosch-stiftung.de/juniorprofessorship
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Mehr über die Forschung der Juniorprofessorin

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WIE NACHHALTIG LEBEN WIR?

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POLITISCHE MEILENSTEINE

1992 - Umweltgipfel in Rio: Erster internationaler Vertrag zum Klimawandel (Agenda 21).
1995 - 1. Klimakonferenz in Berlin
1997 - 3. Klimakonferenz in Kyoto: Erstmals werden Emissionshöchstmengen für Industrieländer festgelegt (Kyoto-Protokoll).
2009 - 15. Klimakonferenz in Kopenhagen: Verhandlungen über Kyoto-Nachfolgeprotokoll scheitern.
2015 - 21. Klimakonferenz in Paris: Im Nachfolgevertrag für das Kyoto-Protokoll wird die Begrenzung der Erderwärmung auf weniger als 2 °C angestrebt.

Keine Armut

Ziel: Armut in jeder Form und  überall beenden.

Begründer des Nachhaltigkeitsgedankens

Hans Carl von Carlowitz, Oberberghauptmann aus Sachsen, formuliert 1713 erstmals, dass nur so viel Holz geschlagen werden soll, wie auch nachwachsen kann.

90 Prozent

der Dax-Konzerne hatten bis zum Jahr
2014 eigene Nachhaltigkeitsberichte
angefertigt.

68 Mal

taucht der Begriff "nachhaltig" im aktuellen Koalitionsvertrag von Union und SPD auf.

95 KLEIDUNGSSTÜCKE

besitzt ein erwachsener Deutscher im Schnitt – ohne Unterwäsche und Socken. Das macht 5,2 Milliarden Kleidungsstücke. Jedes fünfte liegt ungenutzt im Schrank.

OVERSHOOT DAY

Wir leben über unsere Verhältnisse ‒ und das immer stärker: 2016 hatte die Menschheit bis zum 8. August bereits alle natürlichen Ressourcen verbraucht, die die Erde in einem Jahr reproduzieren kann. 1987 lag der Tag noch am 19. Dezember.

Ende der Ölreserven

Neue Fördertechniken können das Ende zwar hinauszögern, trotzdem gehen die Reserven wahrscheinlich noch in diesem Jahrhundert zur Neige.

FLEISCHVERZEHR

Ein Deutscher isst im Schnitt rund 1 Kilogramm Fleisch pro Woche. Die benötigten Anbauflächen verschiedener Lebensmittel im Vergleich (pro kg):

CO₂ -FUSSABDRUCK

Um die Erderwärmung auf 2 °C zu
begrenzen, müssten wir den
jährlichen CO₂-Ausstoß pro Kopf
radikal verringern.

Kein Hunger

Ziel: Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und
eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige
Landwirtschaft fördern.

Gute Gesundheitsversorgung

Ziel: Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden
Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern.

Hochwertige Bildung

Ziel: Inklusive, gerechte und hochwertige Bildung
gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen
Lernens für alle fördern.

Frieden und Gerechtigkeit

Ziel: Friedliche und inklusive Gesellschaften im Sinne
einer nachhaltigen Entwicklung fördern, allen
Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen
und effektive, rechenschaftspflichtige und inklusive
Institutionen auf allen Ebenen aufbauen.

Übersäuerung der Meere

Insbesondere Korallen und Algen leiden darunter – mit Folgen für die gesamte ozeanische Nahrungskette.

Erosion von Böden

Bodenausbeutung, Überweidung und Abholzung zerstören jährlich riesige Flächen.

CO₂-Ausstoß

Eine der Hauptursachen globaler Erwärmung. Steigt die Temperatur um mehr als 2 °C, drohen unkontrollierbare Folgen für das Klima.

Anstieg des Meeresspiegels

Schmelzendes Arktiseis bedroht ganze Inseln, Hafenstädte oder Länder wie die Niederlande.

Artensterben

Täglich sterben bis zu 130 Tier- und Pflanzenarten aus.

Abholzung

Für Weideland, Holz und Rohstoffabbau werden weltweit riesige Urwaldflächen zerstört.

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Übersicht
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Kapitel 1 Magazin NACHHALTIGKEIT

NACHHALTIGKEIT

Kapitel 2 Die Geschichten

Die Geschichten des Magazins

Kapitel 3 Magazin als PDF

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  • Multimedia-Reportage zum Robert Bosch Stiftung Magazin, Nr. 22, Mai 2017
    Das Magazin steht unter www.bosch-stiftung.de zum Download bereit.
    Herausgeber: Robert Bosch Stiftung GmbH, Heidehofstraße 31, 70184 Stuttgart, magazin@bosch-stiftung.de
    Geschäftsführung:
    Uta-Micaela Dürig, Prof. Dr. Joachim Rogall
    Verantwortlich: Stefan Schott, Bereichsleiter Kommunikation
    Redaktion: Julia Rommel (Leitung), Eva Wolfangel, Alexandra Wolters, Marina Kunert (Pageflow)
    Layout und Produktion: C3 Creative Code and Content GmbH, Berlin Druck: J. F. Steinkopf Druck GmbH, Stuttgart
    Texte im Magazin zu den hier vorgestellten Projekten:
    Bastian Henrichs, Jan Rübel, Markus Wanzeck, Eva Wolfangel, Alexandra Wolters, Kirsten Wörnle

    Bildrechte: Ashoka/Robert Bosch Stiftung, C3, Christoph Püschner, Frank Schultze/Zeitenspiegel, Hadeer Mahmoud, Kathrin Harms, Martin Wagenhan, Phileas Dazeley, Robert Bosch Stiftung, Thomas Hansmann, Tobias Bohm, Traube47

    Impressum Robert Bosch StiftungDatenschutz